Archiv der Kategorie: DATEV Blitzlicht

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Mandanteninformation – Oktober 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

Investitionen in Fonds sind beliebt. Eine besondere Form stellen Gold ETFs
dar. Der Bundesfinanzhof hat aktuell zur Frage der Besteuerung des Gewinns
aus der Veräußerung von Anteilen an einem Fonds nach schweizerischem
Recht, der sein Kapital allein in physischem Gold anlegt, entschieden.

Besonders im Bereich hochpreisiger Immobilientransaktionen gelingt es immer
wieder, durch gestalterische Maßnahmen die Grunderwerbsteuer zu
vermeiden. Am 1. Juli 2021 trat das Gesetz zur Änderung des Grunderwerbsteuergesetzes
in Kraft, welches das Ziel verfolgt, missbräuchliche Steuergestaltungen
mittels sog. Share Deals in der Grunderwerbsteuer einzudämmen.

Unter die Außenprüfungen fallen die Betriebsprüfung, die Umsatzsteuer-
Sonderprüfung und die Lohnsteuer-Außenprüfung. Daneben existiert noch
die Steuerfahndung, die überwiegend zur Feststellung steuerstrafrechtlich
relevanter Sachverhalte tätig wird. In dieser Ausgabe finden Sie die Beschreibung
eines Ablaufs der Außenprüfung durch das Finanzamt.

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Mandanteninformation – September 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Unwetterereignisse mit Hochwasser im Juni/Juli 2021 haben viele Regionen
in mehreren Bundesländern schwer getroffen. Die Finanzministerien der
betroffenen Bundesländer haben aktuelle Katastrophenerlasse verabschiedet,
denen das Bundesministerium der Finanzen zugestimmt hat. Darin werden
u. a. diverse steuerliche Erleichterungen für von den Unwetter-ereignissen
Betroffene geregelt.

Das Bundesverfassungsgericht hat aktuell entschieden, dass die Verzinsung
von Steuernachforderungen wie auch Steuererstattungen mit 6 Prozent jährlich
ab dem Jahr 2014 verfassungswidrig ist. Der Gesetzgeber ist nun verpflichtet,
bis zum 31. Juli 2022 eine verfassungsgemäße Neuregelung zu
treffen.

Außerdem hat der Bundesfinanzhof zu der Frage Stellung genommen, ob
ein bei der Arbeitnehmertätigkeit als Werbungskosten geltend gemachtes
häusliches Arbeitszimmer (1.250 Euro) bei der Veräußerung der Eigentumswohnung
nicht den Wohnzwecken zugeordnet wird und so den Veräußerungstatbestand
„private Veräußerungsgeschäfte“ erfüllt.

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Mandanteninformation – August 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

nachdem das Bundesfinanzministerium Ende 2020 schon mehr Zeit für die
Einkommensteuererklärung für den Veranlagungszeitraum 2019 eingeräumt
hat (bis zum 31. August 2021), muss die Erklärung für den Veranlagungszeitraum
2020 erst am 31. Oktober 2021 beim Finanzamt eingegangen sein.
Drei Monate später als üblich. Bei steuerlicher Vertretung ist sogar eine Verlängerung
bis Mai 2022 möglich.

Verstirbt ein Steuerpflichtiger innerhalb des Verteilungszeitraums der auf
mehrere Jahre verteilten größeren Erhaltungsaufwendungen für ein Gebäude,
kann der noch nicht berücksichtigte Teil der Erhaltungsaufwendungen
im Veranlagungsjahr des Versterbens als Werbungskosten bei den Einkünften
aus Vermietung und Verpachtung abgesetzt werden. Diese Entscheidung
des Bundesfinanzhofs dürfe auf breites Interesse stoßen.

Trotz zustimmender Auffassung der Finanzverwaltung zur Rechtsprechung
des Bundesfinanzhofs war bislang unklar, in welchen Fällen eine Personengesellschaft
Organgesellschaft sein kann. Der Europäische Gerichtshof hat
nun klargestellt, dass eine solche Einschränkung, dass Personengesellschaften
nur Organgesellschaften sein können, wenn auch alle Gesellschafter finanziell
in den Organträger eingegliedert sind, gegen Unionsrecht verstößt.

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Mandanteninformation – Juli 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

der Bundesfinanzhof hat dem Bundesverfassungsgericht die Frage vorge-legt, ob es mit dem Grundgesetz vereinbar ist, dass Verluste aus der Veräu-ßerung von Aktien nur mit Gewinnen aus der Veräußerung von Aktien und nicht mit sonstigen positiven Einkünften aus Kapitalvermögen verrechnet werden dürfen. Die Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts dürfte von vielen mit Spannung erwartet werden.

In einer weiteren Entscheidung hat der Bundesfinanzhof erstmals genaue Berechnungsparameter für die Ermittlung einer doppelten Besteuerung von Renten festgelegt und damit drohende doppelte Besteuerung künftiger Rentnergenerationen aufgezeigt.

Außerdem entschied der Bundesfinanzhof, dass Kapitaleinkünfte aus einem betrügerischen Schneeballsystem grundsätzlich nicht mehr der Einkommen-steuerfestsetzung zugrunde zu legen sind. Die Abgeltungswirkung trete auch dann ein, wenn die Kapitalertragsteuer vom Schuldner der Kapitalein-künfte zwar einbehalten, nicht aber beim Finanzamt angemeldet und an die-ses abgeführt wurde.

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Mandanteninformation – Juni 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

aus umsatzsteuerlichen Versandhandelsumsätzen werden zum 01.07.2021 sog. Fernverkäufe. An die Stelle der nationalen Lieferschwellen tritt eine europaweit einheitliche Geringfügigkeitsschwelle von 10.000 Euro. Unternehmer können ihre im EU-Ausland steuerpflichtigen Fernverkäufe über den sog. One-Stop-Shop melden.

Die Ermittlung der Kosten für die private Nutzung eines dem Arbeitnehmer vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellten Pkw bereitet immer wieder Schwierigkeiten. Zwar sieht das Gesetz eine grundsätzlich einfache Regelung für die Bewertung vor, aber danach sind Besonderheiten und Ausnahmen zu berücksichtigen.

Viele Menschen kennen und benutzen Gutscheinbücher. Ob die Erlöse aus dem Verkauf von Gutscheinbüchern dem Regelumsatzsteuersatz unterliegen, hatte das Finanzgericht Münster zu entscheiden.

Es klingt im ersten Moment seltsam, dennoch hatte das Landessozialgericht Nordrhein-Westfalen zu entscheiden, ob ein Sturz auf dem Weg ins Homeoffice gesetzlich unfallversichert ist.

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Mandanteninformation – Mai 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,
mit dem Gesetz zur weiteren steuerlichen Förderung der Elektromobilität und
zur Änderung weiterer steuerlicher Vorschriften wurden die Regelungen zu
Sachbezügen verschärft. Das Bundesfinanzministerium bezieht in einem
Schreiben umfangreich Stellung zur Abgrenzung zwischen Geldleistung und
Sachbezug und zeigt anhand von verschiedenen Beispielen auf, welche Leistungen
und Gutscheine bzw. Geldkarten als Sachbezug und welche als Geldleistung
zu qualifizieren sind.
Die Finanzgerichte haben sich immer wieder mit Fragen zu erzeugtem Strom
durch Photovoltaikanlagen zu beschäftigen. So hatte das Finanzgericht Niedersachsen
über die Frage zu entscheiden, ob Strom, den der Vermieter über
eine Photovoltaikanlage erzeugt und an die Mieter liefert, umsatzsteuerlich
als Nebenleistung der Vermietung anzusehen ist.
Auch im Zusammenhang mit Betriebsprüfungen treten immer wieder neue
Fragestellungen auf. Das Finanzgericht Düsseldorf entschied kürzlich darüber,
ob eine Schlussbesprechung bei einer Betriebsprüfung die persönliche
Anwesenheit der Teilnehmer erfordert.

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Mandanteninformation – April 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

bitte beachten Sie, dass der zeitliche Aufschub für die Umrüstung elektronischer Kassen auf TSE (zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung) endet. Die Nichtbeanstandungsregelung der Länder läuft grundsätzlich zum 31.03.2021 aus. Grundsätzlich deshalb, da nach einer erstmaligen Fristverlängerung bis zum 30.09.2020 die zweite Fristverlängerung zum 31.03.2021 ausläuft.

Die Finanzverwaltung ändert ihre Auffassung zur Nutzungsdauer von Computern und Software. Die bisher für eine steuerliche Absetzung anzusetzende Nutzungsdauer von drei Jahren kann demzufolge mit einem Jahr angenommen werden und findet erstmals Anwendung in Gewinnermittlungen für Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2020 enden.

Die Corona-Krise erfasst weiterhin viele Bereiche, wie zum Beispiel die Besteuerung von Mieteinkünften beim Ausbleiben von Mieteinnahmen. Die Oberfinanzdirektion Nordrhein-Westfalen hat daher erläutert, wie zu verfahren ist, wenn bei einem Vermietungsobjekt die Miete in einer finanziellen Notsituation aufgrund der Corona-Krise ganz oder teilweise erlassen wird.

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Mandanteninformation – März 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

zur Einkommensteuer gibt es erwartungsgemäß immer viele Fragen. Geht es doch darum, die Besteuerung des Verdienstes gering zu halten. Daher finden Sie auch in dieser Monatsinformation interessante Urteile und Beiträge zur Einkommensteuer.

Im Zusammenhang mit Kapitalgesellschaften, wie der GmbH, sind verdeckte Gewinnausschüttungen ein dauerhaftes Thema und die Finanzgerichte haben häufig Fragen dazu zu klären. Wie aktuell das Finanzgericht Schleswig-Holstein, das zu der Frage Stellung genommen hat, ob eine nicht angemessene Verzinsung eines Gesellschafterdarlehens eine verdeckte Gewinnausschüttung darstellen kann.

Mit Wirkung zum 31.12.2020 endete endgültig auch die Übergangsphase nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU. Das Bundesfinanzministerium hat mit einem Schreiben u. a. zu den umsatzsteuerlichen Konsequenzen des Brexit Stellung genommen.

Das Homeoffice kam für viele Arbeitnehmer und Arbeitgeber überraschend und schnell. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat FAQs für das Homeoffice während der Corona-Pandemie zusammengestellt, worin es auch auf die neue Corona-Arbeitsschutzverordnung eingeht.

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Mandanteninformation – Februar 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Corona-Pandemie und die damit verbundene Schließung von Schulen
und Kitas bringt viele berufstätige Eltern in eine schwierige Situation. Der

Bundesrat hat deshalb ein Gesetz gebilligt, mit dem der Anspruch auf Kin-
derkrankengeld 2021 erweitert werden soll.

Kosten für Hausnotrufsysteme können nach Ansicht des Sächsischen Finanz-
gerichts steuerlich geltend gemacht werden, obwohl die Dienstleistung nicht

im Haushalt der Betroffenen erfolgt. Daneben sei in der kalten Jahreszeit
auch auf die steuerliche Geltendmachung der Kosten für einen Winterdienst
hingewiesen.

Ein weiterer Schwerpunkt dieser Monatsinformation liegt bei der Erbschaft-
steuer. Das Berliner Testament und dessen Auswirkung auf die Erbschaft-
steuer oder dass der Abriss wegen Gebäudemängeln die Erbschaftsteuerbe-
freiung für das Familienheim entfallen lassen kann, sind wissenswerte Infor-
mationen für Erben.

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Mandanteninformation – Januar 2021 als PDF – hier klicken

Sehr geehrte Damen und Herren,
fast das gesamte Jahr über haben die Corona-Krise und die damit verbundenen
(steuer-)rechtlichen Änderungen die Berichterstattung geprägt. Es verwundert
daher nicht, dass zum Jahresende und darüber hinaus die Maßnahmen
zur Bewältigung der Corona-Krise und die häufig dadurch bedingten
steuerlichen Änderungen zum Jahreswechsel einen Schwerpunkt dieser
Monatsinformation bilden.
Ein Großteil der Beiträge beschäftigt sich mit wichtigen steuerlichen Regelungen.
Diese betreffen u. a. die Umsatzsteuersätze ab 2021, die Abschaffung
des Solidaritätszuschlags, die Anhebung der Entfernungspauschale, die
Einführung einer Homeoffice-Pauschale, die Erhöhung der Übungsleiterund
der Ehrenamtspauschale sowie das Zweite Familienentlastungsgesetz.
Durch das Fortbestehen der Pandemie wurden verschiedene Fristen der
steuerlichen Hilfsmaßnahmen zur Bewältigung der Krise verlängert, wie beispielsweise
bei den Zuschüssen der Arbeitgeber zum Kurzarbeitergeld und
dem sog. Corona-Bonus für Arbeitnehmer.